Themenräume

Die Stadtgeschichte – von den Römern bis heute – wird ausführlich in 11 zeitübergreifenden Themenräumen im 1. und 2. Obergeschoss des Kempten-Museums beleuchtet. Tauchen Sie ein in die wechselvolle Geschichte Kemptens!


Raum "Macht und Ohnmacht"

Wer hat das Sagen in der Stadt?

Blick in den Ausstellungsraum "Macht und Ohmacht"Foto: Hermann Rupp

Der Raum erzählt von den Mächtigen in Kempten – im antiken Cambodunum, im Mittelalter, im geteilten und wiedervereinigten Kempten, während des Nationalsozialismus, bis in die heutige Zeit. Die Kehrseite der Macht hatten stets all jene zu tragen, die abhängig waren von den Entscheidungsträgern. Heute sind wir in demokratische Prozesse eingebunden – die Bürger:innen entscheiden mit.


Raum "Verkehr"

Kempten als Drehkreuz

Brückenmodell aus HolzBrückenmodell der alten Illerbrücke, die 1847 abgerissen wurde, Foto: Vedran Radosevic

Kempten verdankt seine günstige Lage den Römern und ihrer strategisch klugen Platzierung der Stadt: Von hier ließ sich die Iller flussabwärts befahren, aber auch überqueren – an einer Furt, später mit einer Brücke. Vor allem aber war Cambodunum an Fernstraßen angebunden. Für den Aufschwung der Stadt war dies entscheidend.


Raum "Glauben"

Glauben und Herrschen

Raum "Glauben" mit Aktiv-Station "Kemptener Kirchenglocken"Foto: Hermann Rupp

Wie entwickelte sich Glauben in Kempten? Wer gab den Glauben vor? Und welche Konflikte ergaben sich daraus? In Kempten gab es Phasen des friedlichen Nebeneinander von Religionen (römische Kaiserzeit), aber auch Zeiten der Bevormundung und Unterdrückung, die z. B. zum Bauernkrieg 1500 führten.


Raum "Gesundheit"

Gesundheit erhalten

Raum "Gesundheit" mit historischem Apotheken-Schrank und RiechstationFoto: Hermann Rupp

Auf welcher Grundlage entwickelte sich Wissen über Medizin und Gesundheit in Kempten? Wo holten sich Arm und Reich medizinische Hilfe? Wie versuchten die Menschen über die Jahrhunderte hinweg ihre Gesundheit zu erhalten? Dieser Raum gibt spannende Einblicke in die Geschichte von Gesundheitswissen und Heilkunde in Kempten.


"Stadtraum"

Eine Stadt in Bewegung

3D-Statmodell mit audiovisueller Show simuliert Entstehungsgeschichte KemptensEin 3D-Stadtmodell lässt Kempten erwachen
Foto: Hermann Rupp

Besonders eindrucksvoll ist das Stadtmodell im ersten Obergeschoss. Es verdeutlicht auf 9 m² nicht nur die baulichen Gegebenheiten der Stadt, sondern auch ihre Entstehungsgeschichte. Eine auf das Modell projizierte audivisuelle Show vermittelt im Zeitraffer die wichtigsten Ereignisse der Stadt – von der Römerstadt Cambodunum über die Doppelstadt – bestehend aus katholischer Stifts- und evangelischer Reichsstadt – bis hin zur heutigen Allgäu-Metropole.


Raum "Produktion"

Die Iller als Antrieb für Produktion

Raum "Produktion"Foto: Hermann Rupp

In der Umgebung des heutigen Kempten spielten seit der Antike Landwirtschaft und Viehzucht eine zentrale Rolle. Um die wasserreiche Iller als Energiequelle zu nutzen, wurden bereits im Hochmittelalter Mühlkanäle angelegt. Der Fluss trieb Hammer- und Stampfwerke für handwerkliche Betriebe an. Das Allgäu war auch für seine Leinenherstellung bekannt. Parallel dazu entwickelte sich Kempten vom Spätmittelalter an zu einem Zentrum der Papierherstellung. Heute bieten der Dienstleistungs- und der Verwaltungsbereich den Menschen in Kempten die meisten Arbeitsplätze.


Raum "Migration"

Neue Heimat Kempten

Schwarze Stehlen mit großen Schwarz-Weiß-Portraitfotos im Raum "Migration"Foto: Hermann Rupp

Seit 100.000 Jahren ziehen Menschen einzeln oder in Gruppen los, um sich an anderen Orten niederzulassen. Die Gründe für Aus- und Einwanderung sind vielfältig, und oft spielen mehrere Faktoren zusammen: religiöse, wirtschaftliche, politische, persönliche. Durch Interviews kommen wir den Menschen nah, die in Kempten eine neue Heimat gefunden haben.


Raum "Markt"

Waren von Nah und Fern

Römisches Geschirr "Terra Sigillata" und römische Amphore im Raum "Markt"Foto: Hermann Rupp

Das römische Cambodunum bildete für das Umland das Zentrum der Versorgung. Kempten fungierte auch später als „Haubt Statt im Algau“. Wohl um 1150 ließ der Abt schon einen Markt abhalten – zunächst vorwiegend für Lebensmittel und Handwerkserzeugnisse, später auch für Vieh und Getreide. Auch der Himmelfahrts- und der Kathreinemarkt erfreuen sich seit Jahrhunderten großen Zulaufs.


Raum "Wohnen"

2.000 Jahre Wohnen im Zeitraffer

Fehlboden-Fundstücke im Raum "Wohnen"Foto: Hermann Rupp

Wie soll der Raum, in dem wir leben, gestaltet sein? Die Antwort auf diese Frage fällt seit 2.000 Jahren ähnlich aus: Ruhig will der Mensch es haben, sauber und warm. Erleben Sie 2.000 Jahre Wohnen in Kempten im Zeitraffer – von der Römerstadt Cambodunum bis heute!

 


Raum "Freizeit"

Wo man sich trifft

Raum "Freizeit" mit Diskokugel, Leuchtschrift, Mobiliar Gastronomie, Bildprojektionen unterschiedlicher Freizeitorte an WandFoto: Hermann Rupp

Sich unter Leute begeben, miteinander gesellig zusammensitzen: Dieses Grundbedürfnis haben die Leute schon immer – bevor es den Begriff "Freizeit" überhaupt gab. Schon im römischen Cambodunum traf man sich in der Taberna, um zu spielen, zu essen, Bier oder Wein zu trinken. In diesem Themenraum dreht sich alles rund um die Freizeitkultur in Kempten. Erleben Sie eine Show zu den beliebtesten Freizeitorten in Kempten!


Raum "Allgäuer Festwoche"

Kemptens fünfte Jahreszeit

Festwochenumzug 1950Ein Festwagen mit Neptun propagiert das künftige Hallenbad, Festwochen-Umzug 1950, Foto: Stadtarchiv Kempten

Um der lokalen Wirtschaft neuen Auftrieb zu geben, initiierte Kemptens Oberbürgermeister Dr. Georg Volkhardt im Jahr 1949 eine Messe: die Allgäuer Festwoche. Seitdem war sie ein jährlicher Fixpunkt und etablierte sich – als Wirtschaftsschau mit Kulturprogramm und einem Festbetrieb von überwiegend heimischen Ausstellern. Inzwischen strömen jährlich rund 200.000 Menschen ins Zentrum der Allgäumetropole, um gemeinsam die "fünfte Jahreszeit" in Kempten zu erleben. Lassen Sie sich anstecken von der Festwochen-Euphorie im Kempten!