Neue Sonderausstellung im Kempten-Museum eröffnet: „Untold – Queere Geschichten aus dem Allgäu“


Die interaktive und partizipativ entstandene Ausstellung „Untold – Queere Geschichten aus dem Allgäu“ ist vom 25. April 2026 bis zum 31. Januar 2027 im Bürgerinnen- und Bürgerraum des Stadtmuseums zu erleben.

(c) Studio Erika

Die Sonderausstellung gibt Einblicke in das Leben queerer Menschen im Allgäu – also von Menschen, die schwul, lesbisch oder bisexuell lieben und leben, sich als inter- oder trans-geschlechtlich identifizieren oder sich bewusst keiner Schublade zuordnen.

Im Mittelpunkt der gemeinschaftlich entstandenen Ausstellung stehen sechs persönliche Geschichten: Sie erzählen vom Leben queerer Allgäuer*innen in der Stadt und auf dem Land; von ihrem Alltag, Problemen, Einsamkeit, Anderssein und Hoffnung. Mit ihrer Offenheit wollen sie jungen Allgäuer*innen Mut machen und zeigen, dass queeres Leben auch abseits der Großstädte existiert.

Reise durch Geschichte und Gegenwart queerer Menschen

Neben wichtigen historischen Meilensteinen der queeren Bewegung erzählt „Untold“ auch von queeren Allgäuer*innen aus den letzten hundert Jahren, deren Geschichten die Historikerin Michaela Eigmüller bei ihren Archivrecherchen entdeckte. Außerdem stellen sich zahlreiche Initiativen und Vereine vor. Themen wie die „Ehe für alle“ und Einblicke in die Kemptener Partyszene vervollständigen das Bild eines vielfältigen queeren Allgäus.

Ein Herzstück der Ausstellung sind die Mitmachstationen: Besucher*innen können ihren eigenen Do-It-Yourself-Katalog zusammenstellen, ihr Wissen über queere Tiere testen oder bei einer Abstimmung zeigen: Wie bunt ist das Allgäu wirklich?

Gemeinsam Museum machen

Wie so oft im Kempten-Museum geht die Ausstellung auf eine Idee aus der Stadtgesellschaft zurück und wurde von Kemptener*innen erarbeitet: Bei einem Besuch von Dragqueen Vicky Voyage im Zumsteinhaus wurde die Idee geboren. Nach Aufrufen in der Presse und in der queeren Szene entwickelten zehn Allgäuer*innen unter der Projektleitung von Carolin Keim und dem stellvertretenden Museumsleiter Michael Grünwald die Inhalte der Ausstellung.