Bewegter Donnerstag im Kempten-Museum mit der Podiumsdiskussion "Vom bestehenden Einfamilienhaus-Gebiet zum Quartier mit Zukunft"
Beim kommenden „Bewegten Donnerstag“ am 16. April 2026 um 19 Uhr im Kempten-Museum zeigen Expertinnen und Experten konkrete Gestaltungs‑ und Nutzungsansätze auf, wie bestehende Wohngebiete sozial verträglich und nachhaltig aufgewertet werden können. Denn ein Großteil des Bestandes an ca. 13 Mio. Einfamilienhäusern bundesweit ist zwar in die Jahre gekommen, birgt aber ein enormes, bislang zu wenig genutztes Potenzial.
Bei der Podiumsdiskussion, die in Kooperation mit dem architekturforum allgäu e.V. stattfindet, erörtern die geladenen Gäste gemeinsam mit den Anwesenden, wie austauschbare, charakterlose Siedlungsgebiete zu lebendigen, sozialen Quartieren mit eigener Identität werden können.
Konkret geht es zum Beispiel um folgende Potentiale:
- Freiräume umnutzen: Überdimensionierte Straßenräume und ungenutzte Vorgärten in kommunikative Zonen und Orte für Sharing‑Angebote umwidmen
- Gemeinsame Versorgung: Vorgärten und Gartenzonen als Flächen für gemeinschaftliche Selbstversorgung nutzen
- Neue Nutzungsmischung vor Ort: Coworking-, Repair- und Reuse‑Hubs können eingestreut werden und als Treffpunkte und Wirtschaftsorte dienen
- Gebäudebestand sinnvoll entwickeln: Teilen, Zusammenlegen, Anbauen und Nachverdichten als Strategien für mehr Dichte, Vielfalt und Aufenthaltsqualität
Zudem wird aus kulturwissenschaftlicher Sicht das Phänomen und die Zeiterscheinung des Einfamilienhauses beleuchtet: Wie prägt das Einfamilienhaus unsere Alltagskultur — und welche neuen Rollen kann es in der Stadtgesellschaft übernehmen.
Eine Veranstaltung für alle, die sich für lebenswerte Quartiere interessieren und praxisnahe und praxiserprobte Ideen umsetzen wollen.
Die Gäste auf dem Podium sind:
- Dr. Tobias Hammerl (Freilichtmuseum Oberpfalz)
- Prof. Christian Moczala (Dortmund)
- Sabine Reeh, BR-Redakteurin (München)
Moderiert wird die Veranstaltung von Maria Horejschi, architekturforum allgäu e.V.
