Aufzeichnung vom 3. September 2020 im Kempten-Museum

Bernhard Stirnweiß (1885–1951)

Kemptener Stadtkämmerer und Oberbürgermeister

Vortrag von Dr. Gerhard Hölzle, Historiker aus München
aus der Veranstaltungsreihe Bewegter Donnerstag
eine Kooperation mit dem Heimatverein Kempten

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Bernhard Stirnweiß (1885–1951) ist heute beinahe vergessen. Der gebürtige Erlanger diente der Stadt 45 Jahre lang, überwiegend als oberer Finanzbeamter, später als Stadtkämmerer und 13 Monate lang als von der amerikanischen Militärregierung eingesetzter Oberbürgermeister. Der Vortrag beschäftigt sich mit dem „Vorkommnis Stirnweiß“: Da Frau Stirnweiß 1935 „beim Juden“ (wie es im Nazi-Jargon hieß) eingekauft hatte, musste Bernhard Stirnweiß als städtischer Spitzenbeamter ein Disziplinarverfahren über sich ergehen lassen, betrieben von Kreisleitung, Oberbürgermeister und „Allgäuer Tagblatt“. Seine „Schwierigkeiten mit den Nazis“ (OB Dr. Otto Merkt) gereichten Stirnweiß zur – zweifelhaften – Ehre, in „Deutschlands schwerster Stunde“ (Todesanzeige Stirnweiß 1951) 1945 die Leitung der Stadt Kempten zu übernehmen. Der Vortrag soll dazu dienen, Bernhard Stirnweiß und seine Verdienste dem Vergessen zu entreißen.

Dr. Gerhard Hölzle studierte Germanistik und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), an der er auch promovierte. Die Arbeitsschwerpunkte des gebürtigen Kempteners sind ausgewählte Ereignisse, die in Beziehung zu Kempten und/oder der Kulturlandschaft Allgäu stehen und in der Frühen Neuzeit oder der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschehen sind. 

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