Vorgeschichte Zumsteinhaus

Das Zumsteinhaus ist ein repräsentatives, bürgerliches Palais, das im Jahr 1802 von der aus Savoyen stammenden Kaufmannsfamilie Zumstein de la Pierre in zentraler Lage am Hildegardplatz erbaut wurde. Es diente als Wohn- und Geschäftshaus. Die Gebrüder Zumstein handelten mit Textilien, insbesondere mit Seidengewebe. Diese wurden vor allem in der Schweiz oder in Norditalien aufgekauft und an Krämer in der Region vertrieben. Die Einstellung des Geschäftsbetriebes erfolgte vermutlich 1832 mit dem Tod eines der Zumstein-Brüder.

In der zweiten Hälfte des 19. und im 20. Jahrhundert war das Haus an verschiedene Parteien vermietet.

1961/62 ging das denkmalgeschütze Gebäude in den Besitz der Stadt über, wurde renoviert und beherbergte bald ein Römisches Museum und seit den 70er Jahren ein Naturkundemuseum. Im Jahr 2010 erarbeitete eine Arbeitsgruppe im Rahmen der Museumsentwicklung in Kempten die Themen „Römer“, „Doppelstadt“ und „Allgäu“.

Anfang Mai 2015 wurde das in die Jahre gekommene Museum schließlich aufgelöst. Noch im selben Jahr schrieb die Stadt Kempten einen Architektenwettbewerb für das Zumsteinhaus aus und bereitete den Weg für die Entwicklung eines neuen Stadtmuseums.

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