Aufruf an die Kemptenerinnen und Kemptener

Gemeinsam sammeln in Zeiten von Corona!

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Sammelaufruf_Pferdchen.jpgAbgesperrtes Spielgerät in der Alfred-Weitnauer-Str. I 1. Mai 2020

Helfen Sie uns, die Corona-Krise in Kempten für zukünftige Generationen zu dokumentieren!

Wie werden wir uns in Kempten an die Corona-Pandemie erinnern? Was ist uns in Kempten wichtig (gewesen) in dieser außergewöhnlichen Situation? Um dieses Stück Stadtgeschichte festschreiben zu können, bittet das Kempten-Museum alle Menschen der Stadt gemeinsam zu sammeln: Bilder, Texte, Videos, Audios, Objekte und Dokumente. Das kann die selbstgenähte Maske sein, ein gemaltes Kinderbild für die Oma, Fotos von Schildern, Abstandsmarkierungen, notierte Gedanken u.v.m.

Was ist für das Museum interessant?

Veränderungen in der Stadt
Was fehlt? Was ist neu? Was hätte es „ohne Corona“ so nicht gegeben?

Veränderungen in Ihrem Alltag/Berufsalltag
Welche Dinge haben für Sie in Ihrem neuen Alltag eine besondere Bedeutung? Was symbolisiert für Sie die jetzige Ausnahmesituation? Was hat es „vor Corona“ in Ihrem Haushalt, an Ihrem Arbeitsplatz, bei Ihren Freizeitbeschäftigungen nicht gegeben?

Persönliche Gedanken und Gegenstände
Was beschäftigt Sie persönlich? Welche Sorgen haben Sie? Was berührt, was ärgert Sie? Was ist Ihnen jetzt besonders wichtig?

So funktioniert das Sammeln

  • Schicken Sie uns Ihre digitalen Beiträge per E-Mail an museen@kempten.de. Bitte geben Sie uns erklärende Hinweise: z.B. Ort, Datum, etc. Bitte vermerken Sie in Ihrer E-Mail Ihre Zustimmung, dass Ihre Inhalte veröffentlicht werden können.
  • Verwenden Sie den Hashtag #coronakempten für Veröffentlichungen in den sozialen Medien. So finden wir Ihre Beiträge und können auf Sie zukommen.
  • Objekte können ab dem 11. Mai wieder persönlich bei Frau Herwanger im Kulturamt Kempten (Memminger Str. 5, im Gebäude der Sing- und Musikschule, 2. OG, bitte klingeln) oder im Kempten-Museum abgegeben werden.
  • Bei Fragen wenden Sie sich an unser Infotelefon: 0831/2525369.

Wir sichten Ihre Beiträge regelmäßig und veröffentlichen eine Auswahl davon auf unserer Website, aber auch auf Instagram und Facebook. Welche Objekte schließlich in die Museumssammlung aufgenommen werden, entscheidet das Kempten-Museum zu einem späteren Zeitpunkt.

Wir freuen uns auf Ihre persönlichen Eindrücke, Gedanken und Zeugnisse! Vielen Dank für Ihre Bereitschaft, Ihren Alltag in der Corona-Pandemie in Kempten zu teilen und zu dokumentieren!



Erste Einsendungen "Corona-Zeugnisse in Kempten"

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"Aufgrund mehrerer Überlegungen zum Thema Leben, entschied ich mich vor Kurzem eine Patientenverfügung zu erstellen. Dabei wurde mir zusätzlich dieser Anhang zu Covid t9 dazugegeben. Den Anhang wollte ich nicht ausfüllen da es viele Erkrankungen mit schwierigen Verläufen gibt." Juni 2020, Angela Sontheim


"Nichts los!" – Leere Anschlagtafel in Kempten für Veranstaltungen in Sulzberg. Sämtliche Feste, Ausstellungen ect. müssen entfallen. Ein seltenes Bild. 27. Mai 2020 I Hans Gabriel, Karin Briem

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Garderobenschrank der 7-köpfigen Familie Marka aus Buchenberg. Praktisch: mit Maskenhalterungen. Die Masken hat Tochter Magdalena mit ihren Brüdern genäht. Da es in ihren Reihen einige Heavy-Metal-Fans gibt … möglichst in Schwarz … nur so passt die Maske zum Metal-T-Shirt. Sonja Marka


"Dieses Plakat (in Rothkreuz) sehe ich jedes Mal, wenn ich von meinem Arbeitsplatz zurückfahre. Irgendwie skurril. Ich darf/kann arbeiten und lese dies…" Sonja Marka

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"Irgendwann waren sämtliche Drogerieartikelvorräte bei uns erschöpft und wir sind >shoppen< gegangen (...). Ein Highlight nach zwei Wochen Quarantäne wegen Kontakt zu einem Corona-Kranken und vielen Wochen Homeschooling mit fünf Kindern. Mit Maske im leeren Forum ... irgendwie war das wie in einem Science-Fiction-Film." Sonja Marka

Gästeführer Joram von Below schickt ein persönliches Corona-Dokument mit Kempten-Bezug: "Es handelt sich um eine Stornierung einer Führung im APC. Sie steht für die 21 Stornierungen, die ich als Gästeführer für das Kulturamt in den Monaten April-Juli bekommen habe. Sie erinnert, dass Reisegruppen und Schulklassen leider nicht nach Kempten kommen können. Sie erinnert mich, wie plötzlich das Leben heruntergefahren wurde und dass die Reise-, Tourismus- und Kulturbranche quasi über Nacht schliessen mussten. Was blieb, war zunächst eine Unsicherheit und Ungewissheit, Umorganisieren und Versuche von verschiedenen Quellen Hilfe zu bekommen. Inwischen habe ich Hilfe bekommen und hoffe, dass im Spätsommer oder Herbst wieder Gäste kommen können." 23. Juni 2020 I Joram von Below


Diese bemalten Steine liegen in der Nähe des Kindergartens St. Ulrich in langer Reihe an einem Fußweg zu den kleinen Thermen. Das durchgestrichene Wort "Corona" entspricht dem Wunsch des Einsenders, dass die Ansteckungsgefahr und die damit verbundenen Einschränkungen möglichst bald überwunden seien. 5. Mai 2020 I Rolf Elhardt

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Dr. Novella Deutsch und Kollegin Nane Putzich im Bezirkskrankenhaus Kempten Dr. Novella Deutsch


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Ein assoziatives Zweisilben-Gedicht über die Corona-Pandemie aus Sicht einer Abiturientin am Hildegardis-Gymnasiums des Jahres 2020, 1. Mai 2020 I Nadine Natter, 18 Jahre


Hinweisschilder an einer Eingangstür des Hildegardis-Gymnasiums, 14. Mai 2020 I Nadine Natter, 18 Jahre

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Spender zur Handdesinfektion im Eingangsbereich des Hildegardis-Gymnasiums, 14. Mai 2020 I Nadine Natter, 18 Jahre


Die Spielplätze sind wieder offen! Stadtbadstraße, 10. Mai 2020 I Kempten-Museum

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„Digital statt Real: Kunst und Kultur steht unter Quarantäne. Clementine mit Mundschutz in meinem Atelier im Freudental in Kempten. Mundschutz tragen – Verantwortung für die Gesellschaft und Mitmenschen übernehmen. Zugleich zeigt das Bild mein Atelier ohne Besucher.... braucht die Gesellschaft Kunst oder braucht Kunst Gesellschaft? Kunst spiegelt gesellschaftliche Debatten, bietet Reibungsfläche zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, Kunst zeigt uns es gibt mehr als nur das alltägliche Geschehen. Kunst lässt uns hoffen..." April 2020 I Jutta Hedwig Schöffel

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Prof. Dr.-Ing. Gerd Janzen erstellt seit Anfang April Diagramme über die zeitliche Entwicklung der Corona-Erkrankungen in Deutschland und schickt sie mit Erklärungen regelmäßig an seine Freunde. "Die wissenschaftliche Aufarbeitung der furchterregenden Corona-Daten ist für mich eine Möglickeit, mit der Ungeheuerlichkeit dieser Epidemie fertig zu werden und mit meinen Freunden Kontakt zu halten."

Diagramm 3 (27. April 2020)

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"Meine Tochter Julia wurde in Februar 18 und macht in diesem Jahr das Abitur am CVL. Die Situation Anfang April, ihre Sorgen und Nöte habe ich versucht in einem Gedicht zu spiegeln." April 2020 I Johann Prinz

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"Am 15. April 2020 wurde meine Frau (...) im Kemptener Klinikum, Abteilung Gynäkologie operiert. Aufgrund der Besuchssperre konnten wir uns sieben Tage lang nicht direkt begegnen. Deshalb freuten wir uns sehr, dass sie ein Zimmer mit Blick auf den Bischof-Freundorfer-Weg hatte. Per Handy sprachen wir uns ab (...) und so sahen wir uns, während wir miteinander über Handy kommunizierten. Die Trennungszeit ließ sich auf diese Art und Weise sehr gut überstehen." April 2020 I Ernst Herbschleb und Brigitte Höchenberger


Autorin Dr. Jitka Stredova

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"Corona-Ampel-Eintritts-Regelung" zur Vermeidung einer Überfüllung der Bahnhofsapotheke in Kempten, Bahnhofstr. 12, 8. April 2020 I Kurth Wirth


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"Meine festgehaltene Erinnerung an Corona in Kempten, aufgenommen im Edeka Ogris in Kempten West. Auch dort gab es anfangs kein Klopapier mehr, stattdessen bewiesen die Mitarbeiter Humor und stellten Töpfchen und Regenschirme ins Regal." 6. März 2020 I Benedikt Karl


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